Approach, Highlights

Meine Methode: Working in cycles

In meinen Jahren in der agilen Softwareentwicklung habe ich etwas ganz Entscheiden-des gelernt: In Momenten, in denen du noch keine Antworten, geschweige denn Lösungen hast, musst du ins kalte Wasser springen. Anfangen, ausprobieren, auswerten. Und das Ganze von vorne wiederholen. Nur so kannst du die Dinge verstehen, weiter-entwickeln und am Ende zu einem greifbaren Ergebnis bringen. Kurz: Arbeiten in Zyklen. 

Und genauso arbeite auch ich: ob das Format Coaching, Beratung, Training oder Moderation ist – mit meinem übergeordneten “Working in Cycles” Ansatz helfe ich dir, von der diffusen Ahnung, dass du etwas verändern möchtest, zum konkreten Ziel zu kommen und deinen Wunsch nach Veränderung umzusetzen.

»Anfangen, ausprobieren,
auswerten.
Und das Ganze 
von vorne wiederholen.«

Eileen Mandir
Mein Prozess: Create choices, make choices

Wenn die Rahmenbedingungen im Unternehmen komplex sind, sind sie oft mehrdeutig. Oft ist für den Einzelnen unklar, was Ursache ist – und was Wirkung. Deshalb sehen meine Coachees anfangs oft nicht klar, können oft das eigentliche Problem noch gar nicht benennen. In meiner Arbeit als Coach nutze ich daher Prinzipien eines kreativen Prozesses: Muster zu erkennen. Nur, wenn wir Klarheit schaffen, kannst du auch selbstwirksam werden und in die Handlung kommen. 

Deshalb passe ich als dein Sparringspartner auf, dass wir nie vergessen, in welchem System wir operieren – und dass wir den Transfer in die Praxis schaffen, indem wir an deinen Verhaltensweisen und Gewohnheiten arbeiten. 

Die Prozessphasen kommen dir vielleicht bekannt vor – das “Triple Diamond”-Modell und die Idee dahinter kommen aus dem Design Thinking. Das Prinzip des Diamonds liegt jedem kreativen Prozess zu Grunde: Im ersten Schritt (“Create Choices”) denken wir in die Breite, sammeln möglichst viel Material, schaffen Spielraum für kreative Arbeit. Im zweiten Schritt (“Make Choices”) verdichten wir, analysieren und erkennen die großen Muster, die der Situation zu Grunde liegen.

»In meiner Arbeit als Coach
nutze ich Prinzipien
eines kreativen Prozesses: Muster erkennen.«

Eileen Mandir

In dieser Phase geht es darum, deinen Bedarf zu identifizieren und die Ziele des Coachings festzulegen, sie spezifisch und messbar zu machen. Wir führen intensive Gespräche und machen eine Systemanalyse, damit wir deinen Change Prozess überblicken und steuern können. Insgesamt kannst du dir diese 1. Orientierungsphase als eine ruhige, reflektierte und analytische vorstellen.

Wenn dein Coaching von deinem Unternehmen beauftragt wird, sollten wir in jedem Fall ein Intromeeting zusammen mit deinem Vorgesetzten machen, um die Erwartungshaltung aller Beteiligten zu klären.

Wie wir dein Thema angehen

Wir umreißen unsere Aufgabe mit grundsätzlichen Fragen wie: Warum brauchst du dieses Coaching? Wie macht sich dein Bedarf bemerkbar? Wer ist noch an der Situation beteiligt? Wie ordnet sich dein Thema in den Kontext des Unternehmens / des Systems um dich herum ein? Hast du selbst Versuche unternommen, deinen Konflikt zu lösen?

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Wie wir eine Vorstellung vom Ziel bekommen

Im ersten Schritt haben wir viel Material produziert – aber was soll sich ändern? Im nächsten Schritt betrachten wir den Prozess “reverse engineered” von der anderen Seite und visualisieren deinen Zielzustand. Aber dabei bleibt es nicht – wir legen diese Ziele auch fest, machen sie spezifisch, messbar und actionable:

Was genau soll sich ändern? Welches Bild siehst du von dir in der Zukunft und mit welchen Emotionen ist es verbunden? Oft ist die Eigenwirksamkeit ein Knackpunkt: Was möchtest du bewirken? Und woran merkst du in Zukunft, was sich verändert hat, ganz konkret? Bei manchen meiner Coachees ist dies zum Beispiel mehr Freiraum, einen Wochentag in der Woche nur zum Denken – oder einfach öfters “nein” sagen.

Das Ergebnis dieser Phase: Du hast sowohl ein klares Bild deiner aktuellen Situation, als auch eines des Zielzustands. Du bist in der Lage, das eigentliche Problem – das Thema hinter dem Thema – zu benennen, dich selbst besser zu lesen und die Emotion hinter der Emotion zu verstehen

Was wir in dieser Phase erreichen wollen, sind neue Perspektiven. Für jeden von uns ist es schwer, die eigene Betriebsblindheit zu überwinden; oft sind wir festgefahren in unseren Handlungs- und Denkmustern. Davon wollen wir uns loslösen und ein neues Repertoire an Handlungsmodellen explorieren. Diese Phase kannst du dir also als die spielerische, kreative Phase vorstellen.

Wie wir uns mit kreativen Methoden ein Repertoire erarbeiten

Genauso kann es aber auch sein, dass wir ganz konkret am Stoff arbeiten, aus dem Kommunikation gemacht ist. Wenn du mir zum Beispiel sagst, dass mit den Kollegen die Absprachen nicht klappen, schauen wir uns den Email-Verlauf und die Chats an und schreiben sie nochmal – und versuchen einen neuen Ansatz.

Wie wir zu einem konzentrierten Ergebnis bekommen

Nachdem wir uns im ersten Schritt eine Bandbreite an Situationen, Mustern und Perspektiven erarbeitet haben, kommen wir im zweiten Schritt wieder in einen Analyse- und Konzentrationsprozess. Wie waren die Übungen für dich, was haben sie mit dir gemacht? Welche Erkenntnis hast du gewonnen? Siehst du dein Problem jetzt anders als vorher? Liegt dein Konflikt sogar vielleicht auf einer ganz anderen Ebene, als du ursprünglich dachtest? 

Ergebnis dieser Phase: Vielleicht zum allerersten Mal siehst du die Muster, die deiner Situation zu Grunde liegen, mit neuen Augen: in deiner Organisation, in deinem Verhalten, im Verhalten anderer, in eurer Beziehung zueinander. Diese Basis ist überhaupt die Voraussetzung, zu neuen Handlungsansätzen zu kommen.

Endlich wird es ganz konkret: In dieser Phase krempeln wir die Ärmel hoch. Die meisten meiner Coachees wissen zu diesem Zeitpunkt schon ganz genau, was
sie machen wollen – und können es kaum abwarten, endlich in die Handlung zu kommen.

Endlich wird es ganz konkret: In dieser Phase krempeln wir die Ärmel hoch. Die meisten meiner Coachees wissen zu
diesem Zeitpunkt schon ganz genau, was
sie machen wollen – und können es kaum abwarten, endlich in die Handlung zu kommen.

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Wie wir zu unterschiedlichen Handlungsansätzen kommen

Im ersten Schritt machen wir die Transferplanung für deine “Heroic acts”: Was ist der erste Schritt? Mit wem sprichst du? Auch hier explorieren wir unterschiedliche Ansätze nach dem bewährten “Diamond”-Schema, um dir ein breites Repertoire an Möglichkeiten zu verschaffen: zum Beispiel mit der “Satzschublade”, “Trigger-Trickkiste”, wir formulieren Kommunikation um oder machen weitere Rollenspiele, um Situationen zu testen.

Wie wir in die konkrete Handlung kommen

Im zweiten Schritt gilt wieder “Make Choices”: Wir verdichten. Wer kann dich unterstützen? Wann unternimmst du konkret den “Heroic Act”? Was kann dich dabei noch aufhalten? Wir schätzen die Risiken ab: Was ist die risikoreichste Variante? Welche die mit dem geringsten Risiko? Welche ist die eine Aktion, die die größte Veränderung bringen würde? Wie viel Kraft kostet das? 

In dieser Phase bieten sich zwischen unseren Sessions Check-in Calls an, in denen wir uns kurz abgleichen können. 

Ergebnis dieser Phase: Du hast erfolgreich erste Schritte unternommen und die ersten Veränderungen sind sichtbar; es entsteht dein eigener, kleiner Übungsraum in der echten Welt. Hier veranschaulicht sich auch das Prinzip “Working in Cycles”: Während dieser erste Thread kontinuierlich weiterläuft und wir ab und zu draufschauen, können wir einen neuen starten, zum Beispiel “Managing Up” oder Kommunikationsstil.